Samstag, 11. August 2007

Obertöne

Wenn du es dann geschafft hast den Grundton zu spielen solltest du mal versuchen durch Veränderung des Resonanzraums, also der Mundhöhle und der Zungenstellung einige Obertöne zu erzeugen. Der Bewegungsablauf der Zunge ist in etwa der Selbe wie beim Pfeifen. Der Oberton zählt zu den Schwierigsten Sounds auf dem Didge. Ich hatte jedoch auch schon Leute in meinem Workshop, die Obertöne bereits beherrschten. Du kannst auch mal versuchen beim Spielen einige Worte oder Vokale in das Didge zu sprechen oder zu schreien. Hierbei solltest du mit der sogenannten Kehlkopfstimme sprechen, also die Worte weiter hinten im Hals artikulieren. Die Aboriginal People spielen auf dem Didge Tiergeräusche wie z.B. den Cocaburra ( Australischer 'Lachvogel' klingt wie: Ku ku ku ku ka ka ka ka ) oder den Dingo ( Hundegebell ). Es ist auch möglich die Wangen mit Luft zu füllen und diese dann ruckartig durch das Didge heraus zu pressen (WOK). Dieser Sound wird in der Wiederholung (WOKWOKWOKWOK) Wobler genannt. Ebenso kann man das Zwerchfell benutzen um Rhythmen weiter zu betonen. Dazu gibt man beim Grundton Spielen kurze Luftströme in den Rhythmus.

Oberton Rhythmik
Früher oder Später wird das "Rumtröten" auf dem Didge Langweilig, also sollte man anfangen Sich auf Rhythmen zu Konzentrieren. Nach gewisser Zeit kommt der Takt aus dem Herzen. Man Denkt gar nicht mehr nach was man da spielt - es fließt einfach. Das begründet sich hauptsächlich darin, daß das Didgeridoo hauptsächlich ein Perkussiv-Instrument ist und eher darauf improvisiert wird als feste Melodien zu spielen. Dafür müssen aber erst mal die Sounds sitzen. Für der Anfang ist es wohl am einfachsten sich ein Wort oder einige Silben zu nehmen und diese als Rhythmus zu Spielen (z.B. 'DID-GER-I-DOO').