Donnerstag, 29. November 2012

Radtour 2012 HH – Stapelfeld – Witzhave – Großensee – Lütjensee – Braak – HH

1. Tag Montag 16.7.2012.
Die Taschen hatten mir schon am Vortag vor gepackt so das wir am Montag nur noch das Notwendigste packen mussten. Der Plan so gegen 12.00 Uhr los zu fahren wurde aber vom Regen durchkreuzt. Um 14.00 Uhr war es dann
endlich soweit. Es ging los zum Etappenziel: Stadtgrenze Hamburg / Holstein.
Noch vor dem Etappenziel kam für Vivian die erste mittelgroße Hürde. Wir standen vor der Höltigbaum Brücke und überlegten, ob wir drüber fahren oder
einen flacheren Weg suchen. Nachdem Nicole und ich der Kleinen Mut zugesprochenen hatten nahm sie ihren Willen zusammen und wir fuhren los. „Ist gar nicht so schlimm wie es aussieht“ war Vivi´s Kommentar als wir auf der anderen Brücken Seite runter rollten. Ein paar Kilometer weiter begrüßten wir dann die Stadtgrenze.
Von hier aus ging´s weiter in Richtung Stapelfeld. Dort angekommen wurde es Zeit für eine erste ausgiebige Pause. 45 min. später ging´s weiter. Erst sind wir gute 1,5 km in die falsche Richtung geradelt, nachdem wir eine „einheimische“ gefragt hatten waren wir jedoch wieder auf dem richtigen Weg. Weiter zum nächsten Etappenziel: Rausdorf. Auf dem Weg dahin Hatte sich das Hinterrad von Nicoles Fahrrad gelöst und hing schief in der Aufhängung. Also mussten wir mitten auf der Landstraße ab packen und das Fahrrad reparieren. Zum Glück haben die meisten Landstraßen einen guten Radweg. ca. 30 min. später konnte es weiter gehen. Diesmal mit ordentlich befestigten Muttern am Hinterrad. In Rausdorf fragte ich nach dem besten Weg zu unserem Tagesziel Witzhave. Ein Mann riet uns den Wanderweg zu nehmen der sei schöner als die
olle Landstraße. Gesagt getan! Leider fehlten beim befestigen von Nicoles Hinterrad ein paar Millimeter Luft in der Aufnahme, so das ihr auf dem Waldwanderweg hinter Rausdorf die Kette vom Ritzel hopste weil sie nicht genug
gespannt war. Mitten im Wald hatte ich aber keine Lust das zu reparieren, also schoben wir ein paar Meter. Zu unserem Vorteil, denn so fanden wir kaum 500 m weiter einen super Zeltplatz auf einer Lichtung. Kurzentschlossen, bauten wir
unser Lager auf und ich radelte ohne Gepäck noch schnell nach Witzhave rein; wir brauchten ja noch was zum Essen und Getränke waren auch schon knapp geworden. Leider gab es dort nur ´ne Tanke also Zähneknirschend 2,55 € für ´ne Dose Nudeln im Tomatensoße gezahlt, von den Getränken mal ganz zu schweigen, und zurück geradelt. Nachdem wir gegessen hatten und alle nur noch ins Zelt wollten fing es leicht an zu regnen. Perfektes Timing.


2.Tag Dienstag 17.7.2012
Es hat die ganze Nacht nicht aufgehört mit dem regnen. Nur gut das das Zelt letztes Jahr imprägniert wurde. Als wir uns dann dazu entschlossen hatten aufzustehen hörte der Regen wie bestellt auf. Also nur kurz Kaffee gemacht und Sachen gepackt, dann wollten wir auch schon los in Richtung Frühstück. Das wollten wir ein paar Kilometer später in Großensee zu uns nehmen. Um 11.00 ging´s dann mit Umwegen los von Witzhave nach Großensee. Wir wollten lieber
richtige Straßen und einen kleinen Umweg als die strecke im Wald wieder zurück zu fahren. Gute 10 km später radelten wir geradewegs auf einen „Braker Mühle“ Bäcker zu. Hier gab´s erst mal einen vernünftigen Kaffee für Nicole, einen Kakao für Vivi und mich und für alle ein Wurstbrötchen. Nach dem Frühstück klärte uns ein anderer Kunde darüber auf, das in einer viertel Stunde an der Kreuzung an der der Bäcker lag 126 Autos vorbei gefahren sind. Fast schon Großstadtverhältnisse. Hatte der den nichts besseres zu Tun?
Um 13.30 ging´s dann weiter, nur wohin? Wir brauchten eine Einkaufs Gelegenheit. In Trittau oder in Lütjensee gab es einen Supermarkt. Beides die gleiche Strecke. Wir entschieden uns für Lütjensee. Also quälten wir uns über den Pfefferberg von „Pfefferberg Unten“ bis „Pfefferberg Oben“ sind es immerhin fast 25 Höhenmeter. Aber man freut sich beim Aufstieg immer auf´s runter rollen. ;-) Ein rotes Schild vor Augen radelten wir in Lütjensee auf die ersehnte „Penny-Pause“ zu. Am Schild angekommen war die Enttäuschung groß das das Schild der Sparkasse Holstein gehörte. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht erklärte uns jedoch eine nette Dame, das der Penny Markt ca. 800 m weiter hinter der Kurve liegt. Also auf zu Penny. Zu unserem Glück stand auf dem Parkplatz so ein Gelber Gockel Bräter. Die Gelegenheit nutzten wir natürlich sofort und teilten uns ein halben Hahn. Bloß nicht den Bauch voll schlagen auch wenn schwer fällt. Noch schnell mit Isotonischen Getränken und Dosensuppe ausgestattet und ca. 1,5 std. später fuhren wir wieder los zum Etappenziel Siek. Auf dem Radwanderweg kommt man super voran und man muss nicht neben den stinkenden Autos fahren. Die Blicke auf Felder und Wiesen konnten wir hier in vollen Zügen genießen. In Siek fanden wir einen sehr talentierten Steinmetz und machten ein paar Hundert Meter weiter an einem Grenzstein Pause. Ich erklärte Vivi was es mit so einem Grenzstein auf sich hat und wir überlegten noch ob wir einen Abstecher zur Braaker Mühle machen sollten. Da das aber heutzutage nur noch eine Großbäckerei ist kamen wir von dem Gedanken schnell wieder ab und fuhren in Richtung Stapelfeld zurück.
Einen Zeltplatz in der Nähe der Hamburger Grenze wollten wir finden damit wir am folgenden Tag nur noch eben schnell nach Hause radeln mussten. Wir brauchten auch gar nicht lange suchen, nach 30 min. war entschieden wo
wir das Zelt aufbauen. Ein super Platz von keiner Seite zu sehen und doch vom Zelt aus alles gut überschaubar. Diesmal Gab es auch mehr zu essen weil die Dosen bei Penny zum Glück nicht 2,55 € kosten ;-) Nach einem wunder schönen
Sommerabend war es dann auch an der Zeit in den Schlafsack zu krabbeln. Diese Nacht blieb uns der Regen erspart.

3.Tag Mitwoch 18.7.2012
Dafür nieselte es am nächsten morgen ein wenig. Aber das war eher erfrischend. Irgendwie hatte ich keine Lust Kaffee zu kochen, besonders weil ich wusste das ein paar Hundert Meter weiter ein McDoof steht und da gibt es richtigen Kaffee. Hätte ich vorher gewusst welche Tortur mir bevor stand wäre die Entscheidung doch aufs selber kochen gefallen. Ich musste mich durch hüfthohes Gras kämpfen, mit Fahrrad aber zum Glück ohne viel Gepäck. Und das auch noch in nassem zustand. Als ich auf dem Radweg ankam war die Hose auf der Vorderseite komplett nass. Zu allem Überfluss (Achtung Wortspiel) gab es nicht mal 100% dichte Becher für den Kaffee. Also vorsichtig, wie ein rohes Ei, das Wertvolle Heiße Käffchen zum Lager transportieren. Im Anbetracht der Holperpiste wusste ich das mir das nur bedingt gelingen wird. Und so war es dann auch, ca.1/5 nahm sich sie Fahrradtasche aber ließ uns immerhin noch 4/5
vom Kaffee Übrig. Um 11.00 nach dem Packen, schauten wir in der Karte ob wir nicht einen besseren weg zur Landstraße finden konnten und fanden auch einen. Lieber wieder ein paar Hundert Meter mehr fahren aber dafür auf richtigen Straßen. Der Rest der strecke ging fast wie von selbst. Somit waren wir dann so gegen 14.30 zu hause. Kaum die Räder ab gepackt und im Keller verstaut fing´s es auch schon wieder an zu regnen.
Man hatten wir ein Glück mit dem Wetter ;-)

Zahlen:
2 Erwachsene, 1 Kind, 1 Hund / 2 Nächte
68 km, ~12 kmh/ø